7, 6[1-18] Ende 1870
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| §. 20. | Euripides. |
| 21. | Euripides und Socrates. |
| 22. | Socrates und die voreuripideische Tragödie. |
| 23. | Die Wissenschaft. |
| 24. | Einzige Möglichkeit der Wissenschaft, der Kunst gegenüber. |
| 25. | Zweck der Erziehung. |
| 26. | Der Wahn. |
| 27. | Die Idealität der Welt. |
| 28. | Die Vielheit der Ideen. |
| 29. | Die Einheit des Willens. |
| 30. | Griechische Heiterkeit und die Heiligkeit. |
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Andrer Gegensatz:
andre Welt auf der Bühne verehrt, andre Welt im Leben. Andre Lehren dort und hier.
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Wie ist eine Erziehung möglich, wenn es keine Freiheit des Willens giebt, wenn es keine Freiheit des Gedankens giebt, sondern wir nur Erscheinung sind?
Dagegen zu sagen, daß es eine Erziehung im gleichen Sinne giebt, wie eine Freiheit des Willens—nämlich als nothwendige Wahnvorstellung, als vorgeschobnen Erklärungsgrund für ein uns gänzlich entzogenes Phänomen. Wenn also keine Erziehung eintritt, so ist dies ein Beweis, daß jenes Phänomen nicht existirt.
Eine Erziehung zur tragischen Erkenntniß setzt also Bestimmbarkeit des Charakters, freie Wahlentschließung usw. voraus—für die Praxis, leugnet aber theoretisch dieselbe und stellt dies Problem sofort an die Spitze der Erziehung. Wir werden uns immer so benehmen wie wir sind und nie wie wir sein sollen.
Der Genius hat die Kraft, die Welt mit einem neuen Illusionsnetze zu umhängen: die Erziehung zum Genius heißt das Illusionsnetz nothwendig zu machen, durch eifrige Betrachtung des Widerspruchs.
Die tragische Erkenntniß ist ja auch dem Ureinen-Wesen gegenüber nur eine Vorstellung, ein Bild, ein Wahn. Insofern aber der Widerspruch d. h. der unconciliatorische in diesem Bilde geschaut wird—erleben wir gleichsam wie die Scene vom besessenen Knaben die Transfiguration herausfordert. Erzogen werden—heißt nur—sich auseinander falten. Man halte nur die Wüste und die Qual des Heiligen für nothwendige Voraussetzung der Verzückung.
Die Einwirkung des Genius ist gewöhnlich, daß ein neues Illusionsnetz über eine Masse geschlungen wird, unter dem sie leben kann. Dies ist die magische Einwirkung des Genius auf die untergeordneten Stufen. Zugleich aber giebt es eine aufsteigende Linie zum Genius: diese zerreißt immer die vorhandenen Netze, bis endlich im erreichten Genius ein höheres Kunstziel erreicht wird.
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Daß alle Erscheinung materiell ist, ist klar: deshalb habe die Naturwissenschaft ein völlig berechtigtes Ziel. Denn Materie sein heißt Erscheinung sein. Zugleich aber ergiebt sich, daß die Naturwissenschaft nur hinter dem Scheine her ist: den sie höchst ernsthaft als Realität behandelt. In diesem Sinne ist das Reich der Vorstellungen Wahnbilder usw. auch Natur: und eines gleichen Studiums werth.
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Die Vorstellung daß sich der Mensch erlösen müsse—als ob es nicht das Weltwesen wäre, das in uns erlöst würde!
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| Socrates— | Die Wissenschaft. |
| Erziehung. Wahnvorstellungen. | |
| Das Ureine, der Widerspruch. | |
| Recapitulation. Zweck der Kunst und des Genius. |
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Das Logische hat als Ziel die Erkenntniß des “unlogischen Centrums” der Welt: ebenso wie die Moral eine Art Logik ist. So wird durch diese Erkenntniß das Schöne nothwendig.
Das Logische ist die reine Wissenschaft der Erscheinung und bezieht sich nur auf den Schein. Bereits das Kunstwerk liegt außer ihr. Das Schöne als Spiegelung des Logischen, d. h. die Gesetze der Logik sind das Objekt der Gesetze des Schönen.
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Die homerische Heiterkeit.
Metaphysik der Kunst.
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24. Das wissenschaftliche Weltbild und das religiöse Weltbild im Kampf: ein neuer Contrast des Apollinischen und des Dionysischen. Nur in der Kunst zu bezwingen. Der Philosoph und der Mystiker (die Künste können sich in Anschluß an eins oder das Andre entwickeln).
Eine einzige Kunst reicht darüber hinaus, die Musik; das Weltschauspiel und die Urkräfte. (Heiterkeit der Vorrede) Beschreibung des tragischen Menschen.
25. Die Erziehung zwischen jenen Weltbildern: Überzeugung von der Nothwendigkeit des Wahns ist ein Heilmittel.
26. Der Philologe, d. h. der Lehrer.
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Kunst und Wissenschaft.
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| Wie kann Sokrates Musik treiben? | |
| 1. | Obwohl an ihm alles zu Grunde geht. |
| 2. | Heiterkeit des Socrates im platonischen Symposion, seine Ironie. |
| 3. | Seine Entladung der Heiterkeit (wie in Kunstwerken). |
| 4. | Ursache der Heiterkeit—Weltcorrektur. |
| 5. | Die künstlerische und die wissenschaftliche Weltcorrektur. |
| 6. | Die wissenschaftliche Wahrheitstendenz. |
| 7. | Die Wahnvorstellung. |
| 8. | Der Mechanismus, wie die Wissenschaft in Kunst umschlägt. |
| 9. | Die wissenschaftliche Erziehung. “Befreiung vom Instinkte.” |
| 10. | Der ideale Lehrer der Wissenschaft—apollinisch. |
| 11. | Der Mystiker und der Heilige. |
| 12. | Kampf der Mystik mit der Wissenschaft—Dionysos und Apollo. |
| 13. | Musik und Drama. |
| 14. | Der tragische Mensch.— Der musiktreibende Sokrates. |
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Wer die Lust einer anschaulichen Erkenntniß an sich erfahren hat und merkt, wie diese in einem weiten Ringe die ganze Welt der Erscheinungen zu umfassen sucht, der wird von da an keinen Stachel, der zum Dasein treiben könnte, heftiger empfinden als die Begierde, jene Eroberung zu vollenden und das Netz undurchdringbar festzuspinnen. Einem so Gestimmten erscheint dann das Bild des platonischen Sokrates als der Lohn, als ganz neue Form der Daseinsseligkeit.
Der theoretische Genius als Vernichter der hellenischen apollinischen Kunst: dagegen die Weltbilder der Philosophie und des Christenthums und Religion, überhaupt der instinktiven Mächte: aus den Ruinen der zerstörten Kunst blüht die Mystik. Gegen die Wahnvorstellungen: neue Weltbilder entgegengestellt, die dann wieder logisch zersetzt werden und zu neuen Schöpfungen auffordern. Immer solider die Grundlage, immer vorsichtiger der Bau, immer größere Denkkomplexe arbeiten zusammen, dies die Weltmission des Hellenischen und des Sokrates. Scheinbar wird ja der Mythus immer mehr ausgeschlossen. In Wahrheit wird der Mythus immer tiefsinniger und großartiger, weil die erkannte Gesetzmäßigkeit immer großartiger wird. Man wird zur mystischen Conception gedrängt. Sodann aber drängt überhaupt die Wucht des logischen Denkens die Gegenmacht hervor, die dann mitunter auf Jahrtausende die Logik in Bande schließt.
Kampf dieser beiden Formen der Kunst: die philosophischen Weltbilder behaupten sich als erweisbare Wahrheit, die religiösen als nicht erweisbare, darum geoffenbarte W<ahrheit>. Gegensatz des theoretischen Genies und des religiösen Genies. Es ist eine Vereinigung möglich: einmal schärfste Bestimmung der Grenze des Logischen, anderseits die Erkenntniß, daß zu unsrer Existenz der Schein nöthig ist.
Dies der neue Gegensatz des Apollinischen und des Dionysischen, der in der tragischen Kunst und Musik eine Vereinigung finden kann, die hier das Ziel des Confliktes erreicht. Die volle Scheinbarkeit der Welt, auch die Kunst muß uns als entwickelt sich zeigen: aber sie muß sich wieder abwickeln.— Einfluß der Gestirne.
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| 1. | Der theoretische Mensch, unaktiv, Causalität, Genuß im logischen Erkennen. Neue Daseinsform. Grenzenloser Apollinismus, maßlose Erkenntnißsucht, Unerschrockenheit im Zweifel. |
| 2. | Die Auflösung der Wahnvorstellungen. |
| 3. | Erziehung. |
| 4. | Tragische Erkenntniß und die Kunst (Religion). |
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| 1. | Sokrates Gegner der Mysterien, Todesfurcht durch Gründe zu beschwichtigen. Der Grund, seine Voraussetzung die Ergründlichkeit. Optimismus der Dialektik. Glaube daß der Begriff das Wesen des Dings trifft: platonische Idee. Daher Metaphysik der Logik: Identität von Denken und Sein. Voraussetzung der Ziele des Denkens und der Ziele des Guten und Schönen. Heiterkeit. |
| 2. | Der Wahn. |
| 3. | Voraussetzung der Willensfreiheit. Es giebt nur Erkennen: alles Handeln nach Vorstellungen. |
| 4. | Alexandrinismus der Erkenntniß, Zug nach Indien. Wildes Hervorbrechen des Dionysischen. Johannes. |
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| 1. | Mechanismus des Apollinischen und des Dionysischen. Heiterkeit. |
| 2. | Homer, nach der Besiegung der Titanen. |
| 3. | Homer als der Eine, Hesiod gegenüber im Wettkampf. |
| 4. | Elegie und Chorlyrik. |
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Auch der theoretische Mensch hat ein unendliches Genügen am Vorhandenen wie der Künstler und ist wie jener vor der dionysischen Weisheit geschützt. Wenn nämlich dieser bei jeder Enthüllung der Wahrheit und der Natur immer nur mit verzücktem Blicke bei dem hängen bleibt, was auch jetzt, nach der Enthüllung, noch Hülle bleibt, genießt und befriedigt sich der theoretische Mensch an der abgeworfenen Hülle und hat seine höchste Lust in der Vorstellung daß er alle Hülle abgestreift.
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| 1. | Theognis. | c.45 |
| 2. | De Laertii Diogenis fontibus. | 70 |
| 3. | Analecta Laertiana. 1866, 67, 68, 69, 70. | 16 |
| 4. | Zur Kritik und Quellenkunde des Laertius. | 45 |
| 5. | Der Danae Klage. | 12 |
| 6. | Certamen. Ausgabe. | 22 |
| 7. | Der Florentinische Tractat. | 16 |
| 8. | Homer und die klassische Philologie. | 24 |
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| 250 Seiten | |
| Griechische Heiterkeit. |
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| § 1. | Traum und Rausch. | ||
| § 2. | Dionysus und Apollo. | ||
| § 3. | Die olympischen Götter. | Der tragische Gedanke | |
| § 4. | Die apollinische Kunst. | als neue Daseinsform—Ziel | |
| § 5. | Die apollinische Ethik. | des dionysischen Willens. | |
| § 6. | Das Erhabene und das Lächerliche. | ||
| § 7. | Aeschylus und Sophokles. |
| § 8. | Der griechische Sklave und die Arbeit. | ||
| § 9. | Grausamkeit im Wesen der Individuation. | ||
| § 10. | Der griechische Staat. | Die Mittel des | |
| § 11. | Staat und Genius. | hellenischen Willens, um sein | |
| § 12. | Der platonische Staat. | Ziel, den Genius zu erreichen | |
| § 13. | Das griechische Weib. | ||
| § 14. | Die Pythia. | ||
| § 15. | Die Mysterien. |
| § 16. | Oedipus. | ||
| § 17. | Prometheus. Chor. Einheit. | Die tragischen Masken. | |
| § 18. | Euripides und Dionysus. |
| § 19. | Die neuere Komödie. | ||
| § 20. | Tendenz des Euripides. | Der Tod der Tragödie. | |
| § 21. | Euripides und Sokrates. | ||
| § 22. | Plato. Euripides.— Roman. Schauspiel. |
| § 23. | ||
| § 24. | Wissenschaft und Kunst | |
| § 25. | ||
| § 26. | ||
| § 27. | ||
| § 28. | Metaphysik der Kunst. | |
| § 29. | ||
| § 30. | ||
| Griechische Heiterkeit. |
7, 6[1-18] Ende 1870
6 [1]
| §. 20. | Еврипид. |
| 21. | Еврипид и Сократ. |
| 22. | Сократ и доеврипидовская трагедия. |
| 23. | Наука. |
| 24. | Единственная возможность науки по сравнению с искусством. |
| 25. | Цель воспитания. |
| 26. | Иллюзия. |
| 27. | Идеальность мира. |
| 28. | Множественность идей. |
| 29. | Единство воли. |
| 30. | Греческая веселость и святость. |
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Другая противоположность:
сцена оказывает почести одному миру, жизнь — другому. Там и тут — различные учения.
6 [3]
Как возможно воспитание, если отсутствуют свобода воли, свобода мысли, и мы — только явления?
Возразить на это можно, сказав, что воспитание существует в том же смысле, в каком существует свобода воли — а именно как необходимое иллюзорное представление, как замещающая объяснение абсолютно непостижимого для нас феномена. Следовательно, если воспитания не происходит, этим доказывается, что указанного феномена не существует.
Воспитание способности к трагическому знанию предполагает, следовательно, определенность характера, свободу выбора и т. д. — на практике, но теоретически оно их же отрицает и сразу же ставит эту проблему во главу воспитания. Мы всегда будем вести себя в соответствии с тем, каковы мы есть, и никогда в соответствии с тем, каковы мы должны быть.
У гения есть сила, чтобы опутать мир новой сетью иллюзий: воспитать гения, значит, сделать эту сеть необходимой — путем упорного изучения противоречий.
Трагическое познание есть по отношению к праединой сущности только представление, образ, иллюзия. Но поскольку мы усматриваем противоречие, т. е. несогласованность в этом образе, мы словно переживаем, как сцена, изображающая одержимого мальчика, вызовет трансфигурацию. Быть воспитанным — означает только развернуть свои свойства. Достаточно лишь считать пустыню и муки святых необходимым условием экзальтации.
Развитие гения сказывается обыкновенно в том, что масса опутывается новой сетью иллюзий, под которой она может жить. Таково магическое воздействие гения на низшие ступени. Но одновременно имеет место и восходящая линия, линия, устремленная к гению: она всегда прорывает имеющиеся сети, до тех пор, пока, достигнув гения, не достигает высшей цели искусства.
6 [4]
Ясно, что все явления материальны: вот почему естественные науки имеют абсолютно законную цель. Ибо быть материей — значит быть явлением. В то же время отсюда вытекает, что естественные науки гонятся за иллюзией, которую они со всей серьезностью рассматривают как реальность. В этом смысле мир представлений, иллюзорных образов и т. п. — это также и природа: в той же степени достойная изучения.
6 [5]
Представление о том, что человек должен спасти себя - как будто бы то, что должно быть спасено в нас - это не сущность мира.
6 [6]
| Сократ — | Научное знание. |
| Воспитание. Иллюзорные представления. | |
| Праединое, противоречие. | |
| Рекапитуляция. Цель искусства и гения. |
6 [7]
Логическое имеет своей целью познание «алогичного центра» мира: так же, как и мораль, есть своего рода логика. Понимание этого делает необходимым прекрасное.
Логическое есть чистая наука о явлениях и относится только к видимости. Уже художественное произведение находится вне его сферы. Прекрасное как отражение логического, т. е. законы логики — объект законов прекрасного.
6 [8]
Гомеровская ясность духа.
Метафизика искусства.
6 [9]
24. Научная картина мира в борьбе с религиозной: новый контраст аполлонического и дионисийского. Преодолим только в искусстве. Философ и мистик (искусства могут развиваться, присоединяясь к одному или к другому).
Единственное искусство, выходящее за эти рамки, — музыка; театр мира и прасилы (веселость предисловия). Описание трагического человека.
25. Воспитание между этими картинами мира: убеждение в необходимости иллюзии есть целительное средство.
26. Филолог, т. е. учитель.
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Искусство и наука.
6 [11]
| Как может Сократ заниматься музыкой? | |
| 1. | Хотя он все губит. |
| 2. | Веселость Сократа в платоновском «Симпозиуме», его ирония. |
| 3. | Свойственная ему разрядка весельем (как в художественных произведениях). |
| 4. | Причина веселья — коррекция мира. |
| 5. | Художественная и научная коррекция мира. |
| 6. | Научная тенденция к истине. |
| 7. | Иллюзорные представления. |
| 8. | Механизм перехода науки в искусство. |
| 9. | Научное воспитание. «Освобождение от инстинктов». |
| 10. | Идеальный учитель в науке — аполлонический. |
| 11. | Мистик и святой. |
| 12. | Борьба мистики с наукой — Дионис и Аполлон. |
| 13. | Музыка и драма. |
| 14. | Трагический человек. — Сократ, занимающийся музыкой. |
6 [12]
Тот, кто на самом себе почувствовал наслаждение созерцательного познания, тот, кто видел, как оно стремится захватить в свой широкий круг весь мир явлений, не знает более сильного стимула к существованию, чем жажда довести это завоевание до конца и соткать непроницаемую сеть. Тому, кто настроен так, образ платоновского Сократа служит вознаграждением, воплощением совершенно новой формы счастья в существовании.
Теоретический гений как разрушитель эллинского, аполлинического искусства: этому препятствуют картины мира, созданные философией и христианством, религией, вообще силы инстинкта: на руинах разрушенного искусства расцветает мистика. Против иллюзорных представлений: им противостоят новые картины мира, которые затем вновь подвергаются логическому разрушению и требуют новых построений. Все мощнее фундамент, все более выверена постройка, все большие мыслительные комплексы, вовлекаемые в работу — вот мировая миссия эллинства и Сократа. Кажется, что миф все больше исключается. В действительности он становится все глубокомысленнее и великолепнее, ибо все значительнее познанные закономерности. Это требует мистической концепции. Но затем сама мощь логического мышления выталкивает на поверхность противоположную силу, которая отныне на тысячелетия сковывает логику.
Борьба двух этих форм искусства: философские образы мира утверждают себя в качестве доказанной истины, религиозные — в качестве истины недоказуемой, а потому данной в откровении. Противоположность теоретического и религиозного гения. Но возможно согласие: с одной стороны, максимально строгое определение границ логического, с другой — понимание того, что для нашего существования необходима иллюзия.
Такова новая противоположность аполлинического и дионисийского, которая может найти разрешение в трагическом искусстве и в музыке, где достигается цель конфликта. Полная иллюзорность мира, искусство также должно предстать нам в развернутом виде: но оно должно и снова свернуться — Влияние звезд.
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| 1. | Теоретический человек, неактивен, причинность, наслаждение логического познания. Новые формы существования. Безграничный аполлинизм, безмерная тяга к познанию, бесстрашие в сомнениях. |
| 2. | Разложение иллюзорных представлений. |
| 3. | Воспитание. |
| 4. | Трагическое познание и искусство (религия). |
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| 1. | Сократ — противник мистерий, лечить страх смерти познанием причин. Причина, ее предпосылка — обоснованность. Оптимизм диалектики. Вера в то, что понятие схватывает сущность вещи: платоновская идея. Отсюда метафизика логики: тождество мышления и бытия. Предпосылка целей мышления и целей доброго и прекрасного. Веселость. |
| 2. | Иллюзия. |
| 3. | Предпосылка свободы воли. Существует только познание: все действия совершаются по представлениям. |
| 4. | Александринизм познания, поход в Индию. Дикий всплеск дионисийства. Иоанн. |
6 [15]
| 1. | Механизм аполлинического и дионисийского. Веселость. |
| 2. | Гомер, после победы над титанами. |
| 3. | Гомер как единый, Гесиод напротив в состоянии соперничества. |
| 4. | Элегия и хоровая лирика. |
6 [16]
Как и художник, теоретический человек находит бесконечное удовлетворение в наличном и, так же как он, защищен от дионисийской мудрости. Если художник каждый раз, когда обнажается истина и природа, задерживает свой взгляд на том, что и теперь, после обнажения, еще остается под покровами, то теоретический человек находит удовлетворение в сброшенных покровах и наслаждается представлением, что он все их сорвал.
6 [17]
| 1. | Феогнид. | c. 45 |
| 2. | De Laertii Diogenis fontibus. | 70 |
| 3. | Analecta Laertiana. 1866, 67, 68, 69, 70. | 16 |
| 4. | К критике и источниковедению Лаэрция. | 45 |
| 5. | Плач Данаи. | 12 |
| 6. | Certamen. Издание. | 22 |
| 7. | Флорентийский трактат. | 16 |
| 8. | Гомер и классическая филология. | 24 |
| ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ | |
| 250 страниц | |
| Греческая веселость. |
6 [18]
| § 1. | Сон и опьянение. | ||
| § 2. | Дионис и Аполлон. | ||
| § 3. | Олимпийские боги. | Трагическая мысль | |
| § 4. | Аполлиническое искусство. | как новая форма существования — цель | |
| § 5. | Аполлиническая этика. | дионисийской воли. | |
| § 6. | Возвышенное и комическое. | ||
| § 7. | Эсхил и Софокл. |
| § 8. | Греческий раб и труд. | ||
| § 9. | Жестокость в сущности индивидуации. | ||
| § 10. | Греческое государство. | Средства | |
| § 11. | Государство и гений. | эллинской воли, чтобы | |
| § 12. | Платоновское государство. | достичь своей цели, гения. | |
| § 13. | Греческая женщина. | ||
| § 14. | Пифия. | ||
| § 15. | Мистерии. |
| § 16. | Эдип. | ||
| § 17. | Прометей. Хор. Единство. | Трагические маски. | |
| § 18. | Еврипид и Дионис. |
| § 19. | Новая комедия. | ||
| § 20. | Тенденция Еврипида. | Смерть трагедии. | |
| § 21. | Еврипид и Сократ. | ||
| § 22. | Платон. Еврипид — Роман. Драма. |
| § 23. | ||
| § 24. | Наука и искусство | |
| § 25. | ||
| § 26. | ||
| § 27. | ||
| § 28. | Метафизика искусства. | |
| § 29. | ||
| § 30. | ||
| Греческая веселость. |